Jugendsozialarbeit stärken, nicht kürzen!

Aus einem Bericht der zuständigen Stadträtin im Jugendhilfeausschuss am 29.09.2025 geht hervor, dass die Finanzierung der Schulstationen in Spandau zum Sommer 2026 eingestellt wird. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll dann ein Projekt mit aufsuchender Jugendsozialarbeit aus Senatsmitteln finanziert werden. Dies wäre eine indirekte Kürzung der Bezirksmittel für Jugendarbeit in Spandau. Voraussichtlich wird das bestehende Personal zudem nicht übernommen – bewährte Teams und gewachsene Beziehungen wären gefährdet. 

„Ständig neue Projekte, statt die, die gut laufen weiterzuführen – das kann doch nicht sein“, meint Sabine Knepel, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der BVV Spandau dazu. Knepel weiter: „Die Schulstationen in Spandau liefen ohne Frage außerordentlich gut. Mit dem derzeitigen Plan würde zum nächsten Schuljahr bewährtes Personal entlassen und neues erst eingestellt werden. Für die Jugendlichen heißt das, dass sie ihre Bezugsperson verlieren. Beziehungen, die über Jahre aufgebaut wurden, werden damit zerrissen. Die neuen Schulsozialarbeiter müssten diese erst wieder mühsam von vorne aufbauen. Das ist Politik weit entfernt von der Realität. Es geht hier um Menschen, nicht um Zahlen.“ 

Die Linksfraktion Spandau unterstützt ausdrücklich, dass ein Projekt für aufsuchende Jugendsozialarbeit eingerichtet wird, fordert jedoch ebenso den Erhalt der Schulstationen und ihres Personals.