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1721/XX - 8. Mai auch in den Folgejahren als gesetzlicher Feiertag

Das Bezirksamt wird beauftragt, sich gegenüber dem Senat aktiv dafür einzusetzen, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ein jährlicher Feiertag wird.

 

Begründung

Nach langen Debatten seit 2018 kam es in diesem Jahr – 75 Jahre nach Kriegsende – erstmalig zur Einführung eines Feiertages am 8. Mai in Berlin. Dies war lange überfällig und sollte keine Einmaligkeit bleiben.

Der 8. Mai als „Tag der Befreiung“ ist in vielen europäischen Ländern ein Gedenk- oder Feiertag, an dem an die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert wird.

In Deutschland indes führte erst die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zu 40 Jahren Kriegsende am 8. Mai 1985 zu einer dramatischen Wende in der bisherigen Betrachtung, der 8. Mai sei ein „düsterer Tag der tiefsten Erniedrigung“ für die Deutschen. (R. v. W.: „Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“)

Doch auch heute ist wieder Gegenteiliges von Vertretern und Vertreterinnen rechtsorientierter, nationalistischer Parteien zu hören. Das stete Aufblühen rechter Organisationen und Parteien, rassistische Angriffe auf Zivilpersonen, Brandanschläge auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte bis zur Ermordung Andersdenkender wie Walter Lübcke zeigen, dass politisch viel zu wenig dagegen gesteuert wurde. So spricht man inzwischen von „Alltagsrassismus“, als wäre es eine Naturgegebenheit.

An die Verbrechen der NS-Zeit zu erinnern und dabei den 8. Mai als Tag der Befreiung von dieser unsäglichen Zeit der Verbrechen zu sehen, sollte ein Weg sein, klare Haltung zu beziehen, dies nie wieder vorkommen zu lassen.

Am deutlichsten wird die Notwendigkeit eines solchen Feiertages in einem offenen Brief der Vorsitzenden des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e. V. an die Kanzlerin Angela Merkel, den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Mitglieder des Bundestages. (Siehe Anlage)

Dateien


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